Atomkraft? Nein Danke.

Syntace bezieht Stellung und möchte mit ein paar grundlegenden Fakten seinen Beitrag für mehr Klarheit zum Thema Atomstrom leisten.

Es könnte alles so einfach sein: Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat im Februar 2010 im "SZ"-Interview selbst vorgerechnet, wie der Ausstieg geht:
"Wir haben heute 15 % Anteil * erneuerbarer Energie in der Stromerzeugung, 23 % Kernenergie. In dem Augenblick, in dem die Erneuerbaren 40 % ausmachen, also 23 plus 16, ist die Kernenergie abgelöst."
Im August nun hat die Bundesregierung ihre Prognose für den Ausbau erneuerbarer Energien aktualisiert und den erwarteten Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor von 30 auf knapp 39 % für das Jahr 2020 erhöht.

Kleine Frage nach Benutzung des Rechenschiebers: Wozu also noch Laufzeitverlängerungen?
Quelle: SCHRAEGSTRICH 03/2010 (Mitgliederzeitung Bündnis 90 Die Grünen)



* Herr Röttgen ging bei seinem 15 % Ökostrom-Anteil 2010 wohl von veralteten Zahlen aus. Bereits im vergangenen Jahr 2009 betrug der Anteil des Ökostroms über 16 % im Bundesdurchschnitt, im EU-Durchschnitt 19,9 %.
Europaweit 20 % Ökostrom wurde übrigens im 2007er Weißbuch der EU-Kommission als nächstes Ziel festgelegt. Allerdings erst für das Jahr 2020…

Quelle: Jahresbericht über erneuerbare Energiequellen der Europäischen Kommission